Acado. Leider auch.
Zwei Typen, ein Frühstückstisch, zehn Jahre. Beschrieben von Mika, zur Sicherheit aller.

Daniel war auf dem Weg ins Berghain, als am Kottbusser Tor ein mobiles Soundsystem an ihm vorbeitanzte. Er ging lieber hinterher. Bei Sonnenaufgang lief die Party über ein Handy und ein Klinkenkabel, Daniel fragte, ob er einen eigenen Track spielen darf, und der Typ mit dem Soundsystem kannte ihn schon. Das war Felix. Das Berghain wartet bis heute.
Sie nannten sich Techno Frühstück. Eines Morgens, mitten beim Frühstück, stellten sie aus einer Laune heraus das Equipment zwischen die Teller und drückten das Handy einem Mitbewohner in die Hand, der gerade aufgestanden war, in Unterhose. Am Wochenende danach hielten zehn Fremde Felix auf dem Weg ins Sisyphos an: „Seid ihr nicht die aus dem Video?“ Dann spielten sie ein Live-Set auf dem Teufelsberg, unter einem echten doppelten Regenbogen. Ein paar Jahre später legte jeder DJ Europas auf einem Berg auf. Gern geschehen.
Im Ausland konnte niemand „Frühstück“ sagen, Beatport druckte die Umlaute als Hieroglyphen, und ein Festival in der Wüste kündigte sie als „Techno Something“ an. Also nahmen sie die Avocado und strichen den Teil, der schwer auszusprechen war.
Der Sound: melodischer Tech House mit Disco im Blut, schräge Harmonien, ab und zu eine alte Dame, die ruft, dass du den Bus verpasst. Geht ein Übergang schief, machen sie die Musik aus, um „Sorry“ zu brüllen. Kater, Sisyphos, Ritter Butzke, KitKat, halb Europa, eine Tour durch Mexiko und Burning Man (der virtuelle, von einer Terrasse in Neukölln) haben es ausgehalten.
Der Beat von Brumm ist von ihnen. Bitte nimm das der App nicht übel.